Anja Davis

Schweizer Wirtschaftsausblick 2025 von Marc Kreiker

Die Schweizer Wirtschaftsaussichten 2025 sind ein zentrales Thema für Investoren und Entscheidungsträger, während das Land zwischen globalen Unsicherheiten und internen Transformationen navigiert. In diesem Jahr befindet sich die Schweiz am Scheideweg: widerstandsfähig, aber mit neuen Herausforderungen konfrontiert; innovativ, aber vorsichtig. In dieser Analyse schlage ich Ihnen eine Entschlüsselung der wichtigsten Triebkräfte der „Schweizer Wirtschaft im Jahr 2025, von der Erholung des Finanzsektors bis zur“ Entwicklung der Inflation, über das BIP-Wachstum und die Investitionstrends vor.

Prognosen für den Schweizer Finanzsektor 2025

Der Schweizer Finanzsektor geht mit neuem Vertrauen in das Jahr 2025, nach dem Sturm, der durch den Fall der Credit Suisse und deren Übernahme durch die UBS ausgelöst wurde. Die Regulierungsaufsicht wird verschärft, da die Regierung strengere Eigenkapitalanforderungen und eine Stärkung der Befugnisse der Aufsichtsbehörde vorgeschlagen hat. Laut SWI swissinfo.ch beruht die Solidität des Sektors auf der Vermögensverwaltung und der Erholung der Aktienmärkte, getragen von der Wertsteigerung globaler Vermögenswerte.

Meinung von Marc Kreiker:
„Trotz der gezeigten Widerstandsfähigkeit bleibe ich vorsichtig. Die Nachwirkungen der Credit-Suisse-Affäre sind noch nicht vollständig überwunden, und das Vertrauen internationaler Investoren bleibt fragil. Der Druck auf Transparenz und die Bekämpfung der Geldwäsche wird zunehmen, was die kurzfristige Rentabilität belasten könnte. Doch die Anpassungsfähigkeit des Sektors, insbesondere im Bereich nachhaltiger Finanzen und der Digitalisierung, bleibt ein wichtiger Vorteil für den Schweizer Finanzplatz.“

Inflationsrate Schweiz 2025

Die Inflation in der Schweiz dürfte 2025 moderat bleiben und Haushalten sowie Unternehmen eine Atempause verschaffen. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) setzt ihr sensibles Gleichgewicht zwischen Preisstabilität und Wachstumsförderung fort, wobei die Zinsen voraussichtlich niedrig bleiben werden, sofern es keinen externen Schock gibt. Laut OECD wird sich die Inflation in diesem Jahr bei rund 1,5 % einpendeln, während die Lohnsteigerungen in Schlüsselbranchen die Inflation übertreffen werden, zwischen 1,7 und 2 % (OCDE).

Meinung von Marc Kreiker:
„Diese positive Dynamik der Reallöhne ist eine gute Nachricht für den Binnenkonsum, doch die sektoralen Spannungen dürfen nicht unterschätzt werden. Die Lebensmittelindustrie beispielsweise muss den Anstieg der Rohstoffpreise absorbieren, ohne ihn an die Preise weitergeben zu können, was die Margen schwächt. Die Situation bleibt daher widersprüchlich: Stabilität für die Haushalte, aber Vorsicht für Unternehmen, die der Kostenvolatilität ausgesetzt sind.“

Prognose des Schweizer BIP-Wachstums 2025

Das Schweizer BIP-Wachstum dürfte 2025 laut OECD und Julius Baer (Julius Baer) 1,3 bis 1,5 % erreichen. Dieser moderate Fortschritt zeugt von der Widerstandsfähigkeit des Landes gegenüber globalen Gegenwinden. Der Life-Sciences-Sektor, der 40 % der Exporte ausmacht, bleibt trotz regulatorischer und geopolitischer Risiken der Motor für Innovation und Exportleistung.

Dagegen erwarten die Werkzeugmaschinen- und Uhrenindustrie eine Stagnation oder sogar einen Rückgang, bedingt durch die schwache Nachfrage in China und der EU. Der Tourismus hingegen überrascht weiterhin positiv, mit Rekordübernachtungszahlen im Jahr 2024 und einem erwarteten Wachstum im Jahr 2025, insbesondere dank amerikanischer Besucher.

Meinung von Marc Kreiker:
„Das Schweizer Wachstum bleibt solide, ist aber zunehmend polarisiert. Die innovativen Sektoren behaupten sich, während die traditionellen Industrien Schwierigkeiten haben, ihre Dynamik wiederzuerlangen. Für mich wird der Schlüssel die Fähigkeit sein, in Ausbildung, Forschung und internationale Öffnung zu investieren, um den Schweizer Wettbewerbsvorteil zu erhalten.“

Investitionstrends in der Schweiz 2025

Die Investitionstrends in der Schweiz im Jahr 2025 schwanken zwischen Chancen und Vorsicht. Die Erholung des Finanzsektors und die digitale Transformation bieten attraktive Perspektiven, insbesondere in den Bereichen Fintech und nachhaltige Finanzen. Die Pharmaindustrie, getragen von Roche und Novartis, zeigt einen verhaltenen Optimismus dank neuer Medikamente und der Expansion auf den globalen Märkten.

Umgekehrt sind traditionelle Sektoren wie der Werkzeugmaschinenbau und die Uhrenindustrie mit Gegenwind konfrontiert, was dazu anregt, Nischen mit hoher Wertschöpfung zu bevorzugen. Der Immobilienmarkt bleibt stabil, mit einer Nachfrage, die sich auf städtische Zentren und Tourismusregionen konzentriert.

Meinung von Marc Kreiker:
„Für Investoren wird 2025 das Jahr der Selektivität sein. Ich empfehle, Sektoren zu bevorzugen, die mit den Schweizer Stärken übereinstimmen: Innovation, Stabilität, Nachhaltigkeit. Diversifikation bleibt unerlässlich, ebenso wie die Fähigkeit, regulatorische und technologische Veränderungen zu antizipieren.“

Diese Finanzanalyse wurde verfasst von Marc Kreiker für die Wirtschaftsrubrik von Alpha Sprachwelt